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Accademia di Dame


Am 15. November 1697 wurde Wien zum Schauplatz einer außergewöhnlichen Veranstaltung:
Fünf Frauen stellten sich in einem von Musik umrahmten Redewettbewerb der Frage, ob es besser sei, sein Leben auf Verdienste zu bauen oder sich dem Glück anzuvertrauen. Diese Akademie ist nicht nur das seltene Beispiel einer barocken Veranstaltung, in deren Rahmen Frauen als Sängerinnen, Autorinnen und Vortragende ihrer Reden auftraten, sondern auch die einzige bekannte vollständig erhaltene literarische Akademie des Wiener Hofs.

Im vorgestellten Projekt wird von der Hypothese ausgegangen, dass dieses historische Veranstaltungformat auch heute ein attraktives Konzertformat im Sinne eines neuen Begegnungsorts von Wissenschaft und Kunst sein kann und die Frage gestellt, wie ein Transfer der Accademia di Dame in die Gegenwart gelingen kann.

Die erstmalige Wiederaufführung der 1697 veranstalteten Akademie und darauf folgende Projekte befinden sich in Vorbereitung.


L´art de toucher le clavecin


François Couperins 1716 erstmals veröffentlichte Meisterstücke französischer Präludierkunst treffen auf neun Pralinen des Schokolatiers Thomas Kovazh.

Spieldauer 45 Minuten (inkl. Moderation und Schokoladenverkostung)

 

Voglio il core


Aus dem Leben einer Dichterin und Kurtisane im Venedig des 16. Jahrhunderts:
Musik, Briefe und Gedichte der Veronica Franco

Mercedes Echerer, Rezitation
Susanne Abed-Navandi, Cembalo

Best of Leopold, Vienna 1697


Susanne Abed-Navandi und Freunde amüsieren sich zu kaiserlicher Musik aus Wien.
Halbszenische Aufführung mit Moderation in fünf Teilen.
Musik von Kaiser Leopold I., Antonio Draghi und Giovanni Maria Bononcini.
Achtung Satire!

 

Archiv



der Thorrechte Schäffer

barocke Komödienmusik aus Wien


Außergewöhnlich an dieser Musik ist nicht nur die Autorschaft Kaiser Leopolds I., sondern auch die Sprache – barockes Wienerisch – , in der die Arien geschrieben wurden. Dadurch unterscheidet sich dieses Stück von den üblichen italienischen Opern- und Komödientexten im Wien des 17. Jahrhunderts und lässt sich in den Kanon der ersten überlieferten deutschen Singspiele der Musikgeschichte einreihen.

Unter Mitwirkung von Studierenden und Lehrenden der Konservatorium Wien Privatuniversität wurde die Musik dieser Hirtenkomödie seit 1683 erstmals wieder auf die Bühne gebracht.

Gold.Berg.Werk / Karlheinz Essl

Eine Interpretation der Goldberg-Variationen BWV 988 von Johann Sebastian Bach für Cembalo und Live-Elektronik


Der Komponist Karlheinz Essl hat sich bereits in den 80-er Jahren intensiv mit diesem Werk beschäftigt, das ihm in vielerlei Hinsicht als Musterbuch für kompositorische Fragestellungen erschien. Auf Anregung des Orpheus Trio stellte er 2002 den hochbarocken harmonischen Ablauf des Stückes in einen zeitgemäßen, elektronischen Klangraum.

Die Fassung für Elektronik und Cembalo wurde im Jahr 2010 für das Musikfestival Intonazione geschrieben (www.intonazione.it).

 

Inventionen


„Newton behauptet, es sind sieben Farben, wie sieben Tone, Du Fay spricht, es sind nur drey Farben und drey Tone. Beyde haben recht, und ihr Streit ist nur ein leerer Wort-Streit. Ich habe auch recht, wenn ich sage, es sind unzählige Farben, und unzählige Tone. Wie man es nimmt.“
(L. C. Mizler 1739)


Die Idee einer Farbe-Ton-Beziehung hat zahlreiche Gelehrte des barocken Europa zur Kreation von Farbsystemen und einem Übertragungsmodus in den Bereich der Musik inspiriert. Die Rezeption im 18. Jahrhundert zeigt, dass Isaac Newtons Ansatz eines siebenstufigen Spektrums großen Einfluss auf den nachfolgenden Diskurs hatte. Inventionen kombiniert ausgewählte Werke von Johann Sebastian Bach mit sieben neu interpretierten Farbfeldern des Farbkreises von Isaac Newton.

Kontrapunkt und Kosmos


Der Wiener Zwölftonkomponist Josef Matthias Hauer wählte einen bemerkenswerten Zugang zu Johann Sebastian Bachs Musik: er schrieb das gesamte Wohltemperierte Clavier dem Gehör nach auf. Susanne Abed-Navandi geht in diesem Programm der Frage nach, in welcher Weise die Musik Bachs auf das Schaffen Hauers wirkte und stellt einer Auswahl kontrapunktischer Werke Johann Sebastian Bachs die bizarren Zwölftonspiele Josef Matthias Hauers gegenüber.

 
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